Staatsminister zu Besuch
Es war ein Tag, der in die Geschichte der Staatlichen Realschule Dettelbach eingehen wird. Am Mittwoch, dem 11.02., verwandelte sich die RSD in den Mittelpunkt der bayerischen Bildungspolitik. Mit Thorsten Glauber, dem Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, und Kultusministerin Anna Stolz durfte die Schulfamilie gleich zwei hochrangige Kabinettsmitglieder begrüßen.
Dass dieser Besuch weit mehr war als ein förmlicher Termin, ist auch der Schulleitung zu verdanken. Für Realschuldirektor Stefan Wolbert ist die Verbraucherbildung keine Randnotiz, sondern ein zentrales Anliegen und Chefsache. Unter seiner Führung hat sich die RSD das Ziel gesetzt, Alltagskompetenzen fest im Schulleben zu verankern und die Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen des erwachsenen Lebens vorzubereiten.
Dass die Realschule Dettelbach heute als Leuchtturm für Alltagskompetenz und Verbraucherschutz gilt, ist das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit vieler engagierter Kräfte. Der Grundstein hierfür wurde bereits im Jahr 2015 gelegt, als Beratungsrektor Roman Kruse das Wahlfach „Verbraucherprofi“ ins Leben rief. Die Vision, Jugendliche fit für den immer komplexer werdenden Alltag zu machen, trug sofort Früchte und führte bereits im ersten Jahr zu einer Auszeichnung in Bayreuth. Es folgte eine beeindruckende Serie von Ehrungen in München, und durch Kruses Vorträge an der Lehrerakademie in Dillingen wurde das Dettelbacher Modell auch überregional zum Vorbild.
Ein fester Bestandteil unter Roman Kruse wurde zudem der sogenannte „Markencheck“. Bei dieser Blindverkostung testen zahlreiche Schülerinnen und Schüler verschiedene Produkte auf Herz und Nieren. In diesem Jahr standen verschiedene Nuss-Nougat-Cremes auf dem Prüfstand – ein Test, bei dem auch Kultusministerin Anna Stolz sichtlich Freude daran hatte, ihren persönlichen Favoriten herauszuschmecken. Neben solchen aktuellen Aktionen haben in der Vergangenheit bereits Produkte wie Vanilleeis, Milchschokolade, Pizzen oder Kinderpunsch die kritischen Gaumen der Schüler passiert. Letzterer sorgte mitsamt der Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks sogar für einen Auftritt in der „Abendschau“.
Doch die „gelebte Verbraucherbildung“, die die Minister an diesem Tag begeisterte, steht mittlerweile auf vielen Schultern. Besonders beeindruckt zeigten sich Glauber und Stolz von der Vielfalt der Projekte:
- Nachhaltigkeit und Kreativität: Ein Highlight war das Projekt zum Thema „Fast Fashion“. Hier leistet die Nähgruppe um Frau Lurz seit Jahren herausragende Arbeit. Durch Upcycling demonstrierten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll, wie ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen kreativ umgesetzt werden kann.
- Wirtschaftliche Kompetenz: Beim Wettbewerbsthema „Geld und Finanzen: Wir blicken durch!“ zeigte sich die Stärke der Fachschaft Wirtschaft und Recht. Seit zwei Jahren liefert das neue Projektformat „ProReal“ hierzu zahlreiche Beiträge. Die Schüler demonstrierten, wie man Finanzen im Blick behält, Werbeversprechen durchschaut und das eigene Kaufverhalten kritisch hinterfragt.
Unter dem Motto „Clever im Alltag“ präsentierten die Jugendlichen den Gästen stolz, was es bedeutet, eine „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ zu sein.
Umweltminister Thorsten Glauber lobte den Praxisbezug: „Die Welt wird immer digitaler und komplexer. Das beeinflusst auch unser Konsumverhalten. Die Realschule Dettelbach zeigt, wie Alltagskompetenzen praxisnah und kreativ vermittelt werden.“
Auch Kultusministerin Anna Stolz hob die Bedeutung dieser breiten Verankerung hervor: „Es ist großartig, dass das vielfältige Thema Verbraucherbildung so fest an unseren Schulen – wie hier in Dettelbach – etabliert ist! So können unsere Schülerinnen und Schüler im Alltag kluge und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen.“
Für Schulleiter Stefan Wolbert und das gesamte Kollegium ist dieser hohe Besuch Bestätigung und Ansporn zugleich, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und junge Menschen auch in Zukunft zu echten „Verbraucherprofis“ auszubilden.
Fotos: StMuK Fabian Gebert
Kr















