Mikroplastik erforschen
„Wie können wir den Nutzen von Plastik bewahren, ohne unsere Umwelt und Gesundheit zu gefährden?“
Mit dieser Leitfrage verbrachte die Klasse 10a am 04.03.2026 einen ganzen Tag im EdLab – Schülerlabor der Universität Bayreuth. Von 10 bis 17 Uhr wurde geforscht, analysiert und diskutiert. Als eine der ersten Klassen nach der Eröffnung durfte die 10a dieses innovative Schülerlabor besuchen.
Nach einer Einführung in die Welt der Kunststoffe wurde schnell deutlich, warum Plastik einerseits ein unverzichtbarer Werkstoff, andererseits jedoch eine wachsende Herausforderung für die Umwelt ist. Im Mittelpunkt stand das sogenannte Mikroplastik. Kunststoffpartikel mit einer Größe von unter fünf Millimetern.
Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit modernen Analyseverfahren, planten eigene Probenahmen und untersuchten Kunststoffe mithilfe spektroskopischer Methoden. So erhielten sie einen realistischen Einblick in aktuelle Umweltforschung auf universitärem Niveau.
Ein besonderer Höhepunkt war die Arbeit mit lebenden Einzellern. Mithilfe fluoreszenzmarkierter Mikroplastikpartikel und hochauflösenden Mikroskopen wurden selbst kleinste Mikroplastikpartikel sichtbar gemacht. Staunend beobachteten die Jugendlichen Pantoffeltierchen, die Mikroplastik aufgenommen hatten, und konnten verfolgen, wie sich die Partikel im Zellinneren nachweisen lassen. Als sie anschließend beobachteten, wie Amöben die Pantoffeltierchen fraßen, wurde deutlich, dass das Mikroplastik über die Nahrung auch auf andere Einzeller übertragen werden kann. Dieser direkte Blick in einen sonst verborgenen biologischen Prozess war ebenso faszinierend wie nachdenklich stimmend.
Auch der Alltagsbezug spielte eine wichtige Rolle. Fragen zur Mülltrennung, zum Konsumverhalten und dazu, wie Mikroplastik sogar in Lebensmittel gelangen kann, machten deutlich, dass dieses Thema uns alle und jederzeit betrifft.
Der Besuch im EdLab verband aktuelle Wissenschaft mit gesellschaftlicher Verantwortung und zeigte eindrucksvoll, wie spannend Naturwissenschaft sein kann, wenn man selbst forschen darf.
Ein herzlicher Dank gilt dem Team des EdLabs der Universität Bayreuth für die engagierte Betreuung und die Möglichkeit, einen authentischen Einblick in die Wissenschaft von morgen zu erhalten.
Drm










